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1. Mai – Nazis durch Halle jagen!

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Der 01. Mai – hierzulande seit 1933 der Tag der deutschen Arbeit – steht wieder bevor. Die ostdeutsche Naziszene hat sich für den von ihnen nun ausgerufenen Kampftag gegen EU-“Erweiterungsorgie“ und „Fremdarbeiterinvasion“ ausgerechnet Halle ausgesucht. Dort wollen sie dem nicht mal ernsthaft geplanten EU-Beitritt der Türkei entgegentreten, dem „Baustein der Raubtierkapitalisten in ihrem nächsten Globalisierungsvorhaben“. Nach ihrem Scheitern bei den Wahlen wollen die Nazis auf den hallischen Straßen verhindern, dass – man höre und staune – „weitere Millionen von Fremden in unser Land hereingelassen“ werden.

Den „Volkszorn auf die Straße tragen“ wollen am 01. Mai 2011 vor allem die sogenannten Freien Kräfte, Neonazis ausserhalb der Strukturen der NPD/JN, von denen sich viele zum Spektrum der aktionsorientierten „Autonomen Nationalisten“ zählen. Sie mobilisieren überregional, nicht nur auf dem flachen Land in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, sondern auch in der „ehemaligen Reichshauptstadt“. Die Organisatoren der Demonstration um Enrico Marx und Maik Müller kooperierten in der Vergangenheit teilweise mit NPD/JN-Strukturen, auch eine Beteiligung von deren Aktivisten ist also zu erwarten. Da in Halle der einzige und zentrale Aufmarsch der ostdeutschen Naziszene stattfinden wird, ist demnach mit einer größeren Ansammlung dieser Berufsdeutschen am Hauptbahnhof Halle/Saale zu rechnen.

Der sollte für die angereisten Nazis im wahrsten Sinne des Wortes zur Endstation werden. Denn es gilt, sich den gewalttätigen Rassisten und Antisemiten am 1. Mai in den Weg zu stellen und ihren Aufmarsch zum Desaster zu machen. Nicht, weil die Stadt so zeigen kann, dass sie bunt statt braun sei, oder weil Nazis in „unserer Stadt“ oder gar „unserem Land“ nichts zu suchen hätten. Ebensowenig um zu verhindern, dass der „Tag der Arbeit“ besudelt wird.

Denn die Nazis gehören zu Deutschland und zum „Tag der Arbeit“, wie die Schmeißfliege zum Scheißhaufen, und es sollte unmöglich sein, Nazis zu bekämpfen, ohne sich Gedanken über die deutschen Zustände zu machen. Es ist schlichtweg die Tatsache, dass noch der dümmste Nazi eine unmittelbare Gefahr für jeden ist, der nicht in sein ausgeprägtes Feindbild passt, die es notwendig macht, ihm den öffentlichen Raum zu nehmen, ihm offensiv entgegenzutreten.

Bereits im Juni 2009, als die Nazis in der hallischen Südstadt schon einmal nach 1000 Metern entnervt umdrehen mussten, hatten wir zuvor festgestellt: Man muss den Nazis ihre Auftritte versauen, um sich danach wieder ungestört der Kritik der Verhältnisse widmen oder einfach nur in Ruhe in die Kneipe gehen zu können. Daran hat sich nichts geändert, weshalb es am 01. Mai 2011 heißen muss: Halle/Saale Hauptbahnhof, Endstation! Eine gute Heimreise wünschen kann schließlich nicht nur die NPD.

Antifaschistische Gruppen Halle (04/2011)

Rechtsextreme zünden Hütte voller Menschen an

Jagd
Quelle Welt Online

Noch ein Bericht
SWR


Information von Bella Ciao

Freunde aus Weiler haben mit einigen der Angegriffenen gesprochen und bekamen Infos aus „erster Hand“. Alle wurden verletzt, einer befindet sich noch im Krankenhaus. Prellungen, Gehirnerschütterung, Armfraktur, Rauchvergiftungen, Verletzungen am ganzen Körper durch Dornen.

Wir treffen uns zur Demonstration gegen diese Nazigewalt am kommenden Sonntag, 17.04.2011, 15 Uhr, am Bahnhof in Winterbach. Die Abschlußkundgebung ist vor dem Nazizentrum „Linde“ in Weiler vorgesehen. KOMMT ALLE!

Großrazzien in Sachsen und Brandenburg

Wie Al­ter­na­ti­ve Dres­den News be­rich­tet fin­den seit den frü­hen Mor­gen­stun­den Haus­durch­su­chun­gen in lin­ken Zu­sam­men­hän­gen in Dres­den, Leip­zig, Nies­ky, Grim­ma, Ma­chern, Senf­ten­berg und Fins­ter­wal­de statt.

In Sach­sen und Bran­den­burg kommt es seit den frü­hen Mor­gen­stun­den zu Haus­durch­su­chun­gen in lin­ken Zu­sam­men­hän­gen. Be­trof­fen von den Maß­nah­men sind in­ge­samt 17 Per­so­nen, dabei wur­den von der Po­li­zei ins­ge­samt 21 Woh­nun­gen und Ge­schäfts­räu­me in Dres­den, Leip­zig, Nies­ky, Grim­ma, Ma­chern, Senf­ten­berg und Fins­ter­wal­de durch­sucht. Die Dres­dner Staats­an­walt­schaft er­mit­telt Me­di­en­an­ga­ben zu­fol­ge wegen des Ver­dachts auf Bil­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung. Ziel der Durch­su­chun­gen war es, Be­weis­mit­tel zu si­chern, um den Be­schul­dig­ten ver­meint­li­che Über­grif­fe auf Nazis nach­zu­wei­sen.

„Museum of Modern Arsch“ eröffnet!

Klopapierhalter, Klobürsten und Klobrillen: In Wiesbaden eröffnete am Sonntag eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des «stillen Örtchens». Zu bewundern gibt es Kuriositäten rund um das Thema Ausscheidung, darunter aufwendig gestaltete Klopapierhüllen für die Auto-Rückbank und Scherzartikel in Kloform. Das «Klooseum» ist ein Projekt von Michael Berger, einem früheren Geschenkartikelhersteller, der im Stadtteil Erbenheim bereits ein Humormuseum eingerichtet hat. «Harlekin’s Klooseum – Museum of Modern Arsch» befindet sich in einem alten Pfarrhaus und ist vom 3. April an für die Öffentlichkeit zu sehen.

hitler

Eine Tatsache